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Samstag, 19. September 2015

Stoff bedrucken: Es geht weiter


Vor einem Jahr habe ich in diesem Post über das Thema Stoffdruck geschrieben. Dafür benutzte ich Stoffmalfarben und Stempel aus Moosgummi. Vor ein paar Wochen hatte ich wieder richtig Lust darauf und habe die halb eingetrockneten Farben aus dem Schrank geholt.


Neben Moosgummi nehme ich jetzt auch Stempelgummi zum Drucken. Den Gummi muss man vorher erstmal zurecht schnitzen, so dass das gewünschte Motiv etwas "hochgestellt" ist. Zu diesem Zweck besorgte ich mir ein paar Klingen aus dem Hobbyladen (diese Dinger, die man auch für Linoldruck benutzt). Man sagt ja, dass aller Anfang schwer ist, also beschränke ich mich noch auf einfache Motive (Dreiecke, Kreise, Linien, Rauten...).


Besonders gern bedrucke ich naturfarbenene Baumwolle. Ich mag den gewollt "unperfekten" Look, der dabei entsteht. Kein Motiv gleicht dem Anderen, manche sind ein bisschen verrutscht, manche sind etwas blass und ab und zu ist auch mal ein Farbspritzer dabei.


Das Drucken an sich find ich verdammt entspannend. Andere Leute machen Yoga, ich drucke. ;) Es dauert nur leider sehr lange, bis man ein größeres Stück Stoff bestempelt hat. Manchmal brauche ich auch viel Zeit, bis ich die ideale Farbe zusammen gemischt habe. Da muss man manchmal einfach etwas rumprobieren. Mittlerweile besitze ich sogar mehr Stoffmalfarben als Nagellack...


Etwas von dem fertigen Stoff habe ich dann zu Taschen weiterverarbeitet. Beim ersten Versuch, einen Metallreißverschluss einzunähen, hat sich direkt eine meiner guten Jeansnadeln verabschiedet. Für das nächste Mal weiß ich jetzt, dass man nicht über das Metall nähen sollte, hehe.^^



Dienstag, 7. Juli 2015

Nähanleitung: Sonnenbrillen-Täschchen


Passend zu dem Wetter momentan kommt hier eine Anleitung für eine Sonnenbrillen-Hülle. Meine alte hatte einen Federverschluss, aber das war mir zu kompliziert. So hat mein Täschchen "nur" einen einfachen Reißverschluss.


Im Prinzip wird das Täschchen genauso genäht, wie jede andere Reißverschlusstasche auch, mit Ausnahme der kleinen Filzohren. Aber dazu später mehr...

Die fertige Tasche misst ca. 7x16 cm.
Das braucht ihr:

- Rest weißer Baumwollstoff
- Rest Baumwolle für das Futter (hier: Rosa mit Punkten)
- Volumenvlies (z.b. H630 oder H640 von Vlieseline)
- Reißverschluss in weiß (18 cm lang)
- Filzrest in weiß
- zum Verzieren: Kunstleder oder Filz in schwarz und rosa
- Schwarzes Baumwollgarn

1.) Zuerst schneidet ihr jeweils zwei Rechtecke aus dem Innen- und dem Außenstoff sowie dem Volumenvlies zu. Meine Maße waren 8x17 cm, aber das kommt ganz auf die Größe der Sonnenbrille an. Am Besten ihr messt vorher erstmal die Brille aus oder nehmt ein altes Brillentäschchen als Vorlage.

2.) Aus dem weißen Filz schneidet ihr zwei Dreiecke mit einer Seitenlänge von 3 cm zu. Aus dem schwarzen Kunstleder (oder Filz) zwei kleine Kreise für die Augen und ein Oval für die Schnauze ausschneiden. Aus dem rosa Filz zwei Kreise zuschneiden, die etwas kleiner als die Augen sind.

Ich habe die Kreise gehäkelt, weil ich keinen passenden Filz zuhause hatte. ;)

3.) Die Augen, Wangen und Schnauze aufnähen. Die Schnurrhaare und den Mund aufsticken.

4.) Bügelt das Volumenvlies auf die linke Seite der Futterstoffe auf. Ich nehme dafür immer ein feuchtes Tuch.

5.) Legt den Reißverschluss vor euch hin, die rechte Seite zeigt nach oben. Positioniert die Ohren wie auf dem Bild gezeigt auf dem Reißverschluss und steppt sie mit der Maschine knappkantig auf. Wichtig ist, dass die Ohren einen Abstand von ca. 1-1,5 cm zum Rand haben, damit sie beim Zusammennähen der Tasche nicht mitgefasst werden.


6.) Jetzt wird der Reißverschluss eingenäht:

Ein Innenteil mit der rechten Seite nach oben vor euch hinlegen. Reißverschluss mit der rechten Seite nach oben darauf legen. Ein Außenteil mit der rechten Seite nach unten auflegen. Ihr habt also einen "Sandwich" mit dem Reißverschluss in der Mitte. Alle drei Lagen zusammennähen.

Das Gleiche auf der anderen Seite des Reißverschlusses wiederholen.


7.) Öffnet nun den Reißverschluss zur Hälfte, um die Tasche später wenden zu können. Legt die Außen- und die Innenteile jeweils rechts auf rechts zusammen. Alles rundherum zusammenstecken, damit nichts verrutscht. Einmal komplett durch alle Stofflagen rundherum nähen, dabei im Futterstoff
eine Wendeöffnung von 5-10 cm offen lassen, siehe Bild oben.


8.) Die Nahtzugaben etwas zurückschneiden und die Tasche auf rechts wenden.


9.) Die Wendeöffnung schließen, entweder von Hand oder mit der Maschine.

 10.) Sonnenbrille reinstecken und sich freuen. :P

Donnerstag, 12. Juni 2014

Warnwesten-Upcycling


Ich war einmal eine knallgelbe Warnweste für Radfahrer und lag im Supermarkt für 4,99 Euro im Regal. Vor 6 Jahren kam eines Tages eine Frau vorbei und nahm mich mit nach Hause. Aber anstatt mich zu tragen, landete ich zusammen mit Stoffresten in einem Schrank und fristete dort mein Dasein.

Vor ein paar Tagen wurde ich beim Aufräumen endlich wieder entdeckt und in Stücke geschnitten. Nachdem ich ordentlich gelöchert und hin und her gezerrt worden bin, füllte man mich mit Stiften. Jetzt war mir klar, dass ich mich in ein Stiftemäppchen verwandelt habe und sorge nun überall für Aufsehen...


Da man die Warnweste nicht bügeln darf, habe ich die Außenseite NICHT mit Vlies verstärkt. Für die Verstärkung des (recht dünnen) Futterstoffes habe ich Vlieseline H250 verwendet, um der Tasche Stand zu geben. Der Reflektorstreifen war bereits aufgenäht.

Für die Verzierung des Reißverschlusses mit dem Nahttrenner zuerst das Einfassband von der Weste lösen - dieses ist bereits an beiden Seiten zur Mitte hin umgebügelt, was sehr praktisch ist ;)






Drei Streifen zu je 15 cm abschneiden, zur Mitte falten und die Längsseiten knappkantig absteppen.




Die Streifen übereinander und zur Hälfte legen. Einen Rest des Einfassbandes um die entstandene Quaste legen, zusammennähen und auf rechts drehen.












Dieses Stück von Hand an der Quaste festnähen, damit es nicht abrutscht. Dazu steche ich einige Male durch alle Stofflagen hindurch. Zum Schluss die Quaste durch den Schlüsselring ziehen und diesen am Reißverschluss befestigen.

Das gute Stück nimmt heute am RUMS teil, juhu!


Dienstag, 18. März 2014

Bügeltasche mal anders


Der Blog von pattydoo gehört zu den Seiten, die ich sehr oft aufrufe. Ich mag vor allem ihre tollen Nähvideos, die auch gut für Anfänger geeignet sind. Vor einiger Zeit stieß ich dort auf ein Bügeltäschlein, das ich total süß fand.

Leider besitze ich selber keinen Taschenbügel, also habe ich das Schnittmuster umfunktioniert und für eine kleine Kosmetiktasche mit Klappe verwendet.

Dabei bildet das obere Schnittteil die Lasche und das Untere den Taschenkörper. Alle Teile habe ich aus Baumwollstoffen zugeschnitten und als Einlage zusätzlich Volumenvlies (H630) verwendet. Die Stoffe sind recht dünn und ohne Einlage wäre die Tasche zu labberig geworden.  Die Abnäher für den Boden sind genau so angefertigt, wie in der Anleitung beschrieben.

Verziert habe ich die Taschen noch mit einer Zackenlitze. Als Verschluss dienen Druckknöpfe (Kam Snaps). Einen Taschenbügel kaufe ich mir vielleicht trotzdem nochmal irgendwann... ;)


Freitag, 31. Januar 2014

Gestatten: Wolfgang Voodoo


Wolfgang Voodoo mag Stecknadeln. Egal, ob lang oder kurz, mit buntem Kopf oder eher schlicht. Auch Nähnadeln bewahrt er so lange auf, bis sie für das nächste Projekt gebraucht werden. Bei Ärger oder Frust darf man auch gerne etwas fester zustechen. Selbst Stiche mitten ins Herz erträgt Wolfgang mit großer Gelassenheit und verzieht keine Miene, denn er ist gut gepolstert. Seine fertige Größe beträgt ca. 20x20 cm.



Um Wolfgang nachzunähen brauchst du:


  • Stoffrest (45x50 cm reichen völlig)
  • Ein Stück Filz- Schwarzes Stickgarn oder dünne Wolle
  • Passendes Nähgarn
  • Schneiderkreide o.ä.
  • Stoffschere
  • Sticknadel mit stumpfer Spitze
  • Nähmaschine



Für die Schablone zusätzlich:
  • Papier (DIN A4)
  • Bleistift
  • Papierschere
 
1.) Zuerst fertigt ihr die Schablone an. Dafür nehmt ihr ein Stück Papier und knickt es längs. Legt das Blatt so hin, dass die geschlossene Seite links vor euch liegt.

An die Falzlinie malt ihr euch nun die Umrisse einer Puppenhälfte auf und zwar so groß wie sie am Ende sein soll. Schneidet die Schablone durch beide Papierhälften hindurch aus und klappt sie auf. Beide Seiten sind nun schön symmetrisch.


2.) Legt die Schablone auf den Stoff und zeichnet mit Kreide die Umrisse inkl. 0,5 cm Nahtzugabe nach. Das Ganze wiederholt ihr noch einmal für die Rückseite und schneidet die beiden Teile mit der Stoffschere aus.

Schneidet aus dem roten Filz ein Herz aus. Mit Stickgarn oder Wolle stickt ihr der Puppe Augen und Mund auf. Das Herz wird angenäht.

  
3.) Die Stoffteile rechts auf rechts legen und zusammenstecken. Mit einem kleinen Geradstich und 0,5 cm Nahtzugabe zusammennähen, dabei am Kopf eine Öffnung zum Wenden lassen.
 
4.) Die Nahtzugabe etwas zurückschneiden. Die Innenbögen mit kleinen Schnitten einschneiden, an den Außenbögen V-förmige Einkerbungen anfertigen. Dabei nicht in die Naht schneiden! Dadurch liegen die Nähte später schön glatt.



5.) Die Puppe wenden und mit Füllwatte ausstopfen, dabei für die Arme und Beine ein Stäbchen oder einen anderen stumpfen, langen Gegenstand verwenden.

Die verbliebene Öffnung mit einer Zaubernaht schließen.







Fertig ist euer Nadelkissen!

Samstag, 11. Januar 2014

Urlaubsbeschäftigung

Die letzten zwei Wochen habe ich vor allem mit Nähen verbracht, nachdem meine Maschine in der Zwischenzeit schon etwas eingestaubt war. Heraus kamen unter Anderem diese Schleifen aus Baumwollstoff.


 Anleitungen für diese Schleifen gibt es wie Sand am Meer, ich habe meine nach dem Video von congabaeren gemacht, in dem alles wirklich gut erklärt ist. Die Broschennadeln habe ich mit Kraftkleber unter den schmalen Stoffstreifen geklebt und zusätzlich angenäht, damit auch wirklich nichts verrutscht. Für die Stoffblumen gibt es auf dem Channel ebenfalls ein paar schöne Videos.


Die Smartphonetasche mit Außenfach ist nach einem Schnitt von Tchibo. Vor einigen Wochen gab es dort ein Set mit Stoff und einem Schnittmuster zu kaufen (meine eigenen Schnitte waren immer zu klein ;)). Für meine Tasche habe ich das vorgesehene Schlüsselband allerdings weggelassen.














Das Stiftemäppchen habe ich mit einem Band und einer Häkelblume verziert. Eine Anleitung dafür hatte ich nicht und die Häkelblumen sind noch von einem älteren Projekt übrig geblieben. Das Band musste ich von Hand aufnähen, weil es etwas dick ist und ich befürchtet hatte, dass meine Maschinennadel davon bricht (das tut sie öfter mal)...

Das war also mein kreativer Jahresbeginn.

Donnerstag, 14. November 2013

DIY: Neues Kleid für alte Flaschen



Wer öfters strickt oder häkelt, wird sich wie ich auch schon mal die Frage gestellt haben: Wohin mit den ganzen Nadeln? Ich habe meine Strick- und Häkelnadeln jahrelang einfach nur in einer Schublade aufbewahrt und das war immer ein riesiges Durcheinander.
Mit der Zeit haben sich bei mir viele dieser kleinen Fläschchen angesammelt und ich wollte sie nicht wegschmeißen, sondern irgendwas Schönes damit basteln ;) Dann habe ich festgestellt, dass meine Häkelnadeln total gut in den Flaschenhals reinpassen und es schön wäre, wenn man die Flaschen "verkleiden" könnte, so dass sie nicht so schnell umfallen.



Natürlich lassen sich auch Pinsel oder Blumen in die Fläschchen stellen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die fertige "Kleid" ist ca. 49,5 x 7 cm groß.

Man braucht dazu:

- 9 kleine Flaschen mit einem Bodendurchmesser von 3 cm
- Ein Stück Stoff mit den Maßen 101 x 16 cm
- Farblich passendes Schrägband, ca. 50 cm lang
- Nähmaschine
- Farblich passendes Nähgarn
- Stoffschere
- Schneiderkreide
- Stecknadeln
- Evtl. Etikettenentferner





1.) Zuallererst werden die Etiketten von den Flaschen entfernt. Dazu könnt ihr sie so lange in heißes Wasser einweichen, bis sich der Kleber gelöst hat und sich die Etiketten abziehen lassen. Ihr könnt aber auch speziellen Etikettenlöser verwenden, aber VORSICHT, nur in gut gelüfteten Räumen oder am Besten gleich draußen anwenden. Das Zeug riecht bestialisch!! Für die letzten Klebereste hat sich bei mir Scheuermilch und eine kleine Bürste bewährt.







2.) Das Stoffstück der Länge nach falten, die rechten Seiten liegen aufeinander. Das Ganze füßchenbreit zusammennähen und wenden.

3.) Nun wird an der oberen Kante noch das Schrägband als Abschluss angebracht. Dazu das Band aufklappen, Kante an Kante auf die linke Stoffseite legen und feststecken (siehe Bild unten links). Dann das Schrägband annähen. Diese Naht sieht man später nicht. Das Band auf die rechte Seite klappen und feststecken. Danach knappkantig festnähen (Bild unten rechts).





4.) Jetzt die kurzen Seiten aufeinanderlegen und füßchenbreit zusammennähen. Danach wenden und die Nähte auseinanderbügeln. Wir haben nun einen Schlauch vor uns.


5.) Zum Schluss werden die einzelnen "Fächer" abgesteppt, in die später die Flaschen gesteckt werden. Dazu den Stoffschlauch glattstreichen und vom linken Rand aus 5,5 cm abmessen und mit einem Kreidestift auf dem Stoff markieren. An dieser Stelle einmal vom oberen zum unteren Rand nähen (Verriegeln nicht vergessen!). Diese Vorgehensweise so lange wiederholen, bis 9 Fächer entstanden sind.








6.) Die Flaschen von unten in die Fächer stecken und befüllen.


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Euleninvasion am Hals

Hallo und guten Abend!

Heute zeige ich euch wieder einen Schal, diesmal jedoch einen genähten Loop, bei dem die kurzen Seiten geschlossen sind. Ein Schlauch sozusagen.

Die beiden Stoffe habe ich bei DaWanda gekauft (bei Eulenstoffen kann ich einfach ganz schlecht widerstehen ;)), sie waren Teil eines Stoffreste-Paketes. Zuerst dachte ich, dass der Eulenstoff nicht wirklich mit dem Karostoff harmoniert, aber es passt finde ich doch ganz gut zusammen. Ich trage ihn wirklich gerne, für die Übergangszeit ist er ideal!


Viele bunte Eulen
Uhuuuu!

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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Im Nähfieber

Nach langer Zeit habe ich wieder mit dem Nähen angefangen. Meine Nähmaschine besitze ich schon seit 7 Jahren, hatte aber zu wenig Erfolgserlebnisse damit, sodass ich schnell wieder damit aufgehört habe...

Als Einstieg habe ich mich an den süßen kleinen Täschchen versucht. Diese hier auf dem unteren Bild habe ich nach dem Minitaschen E-Book von Farbenmix genäht, was es hier zum Download gibt.
Ich bin nicht ganz zufrieden damit (die Klappen sind etwas schief geworden), aber aller Anfang ist bekanntlich schwer^^. Jetzt bewahre ich in der größeren der Taschen meine Maschenmarkierer auf, die man manchmal zum Stricken oder Häkeln braucht ;)

Minitaschen


Als nächste Übung habe ich mich an Reißverschlüsse gewagt. Wie man Reißverschlüsse einnäht (und weitere tolle Nähvideos) erfährt man in der Dawanda-Nähschule auf YouTube. Empfehlenswert ist auch dieses Video, in dem ganz verständlich erklärt wird, wie man ein schönes Federmäppchen mit Innenfutter näht. Wie man sieht, ist es mir gelungen (wenn auch nicht perfekt...).

Federmäppchen mit Innenfutter
Kosmetiktasche mit Innenfutter und Boden