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Sonntag, 13. Dezember 2015

Elastischer Maschenanschlag

Vielleicht kennt ihr das auch: Ihr häkelt etwas und nach den ersten Reihen stellt sich heraus, dass ihr den Luftmaschenanschlag viel zu fest gemacht habt. Nun müsst ihr alles wieder auftrennen, um die Luftmaschenkette lockerer zu häkeln. Mir ist das schon soooo oft passiert und es ist immer wieder sehr ärgerlich...

Um diesen Effekt zu vermeiden, kann man die Luftmaschenkette mit einer größeren Häkelnadel anschlagen- ich habe meistens eine Nummer größer verwendet.

Noch besser finde ich aber den elastischen Maschenanschlag, mit dem man quasi eine Luftmaschenkette UND eine Reihe feste Maschen gleichzeitig häkelt. Es ist auch gar nicht so kompliziert, wie es sich jetzt anhört, versprochen! ;)


 Zuerst häkelt ihr zwei Luftmaschen.


In die zweite Luftmasche von der Nadel aus einstechen und den Faden durchholen. Es sind zwei Schlingen auf der Nadel (linkes Bild).

Nun den Faden holen und eine Schlinge abmaschen. Ihr habt eine Luftmasche gehäkelt (rechtes Bild).


Danach den Faden holen und durch beide verbliebenen Schlingen ziehen. Die erste Masche ist fertig.

Für die folgenden Maschen die Nadel in die "Luftmasche" der letzten Masche einstechen (da wo der Pfeil hinzeigt) und den Vorgang wiederholen, sprich zuerst wieder erst eine Schlinge abmaschen und dann zwei.

Nach ein paar Maschen sollte es idealerweise so aussehen wie auf dem Bild. ;)

Falls ihr das Ganze lieber noch einmal in bewegten Bildern sehen wollt, kann ich euch dieses Video von Drops empfehlen.

Mittlerweile habe ich mit dieser Methode einen Kapuzenschal angefangen und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Der Anschlag ist schön dehnbar und nicht so starr, wie ich das sonst kenne.
Ich frage mich, wieso diese Technik so lange an mir vorbeigegangen ist und bin richtig begeistert davon. Danke Internet! =)

Dienstag, 8. September 2015

Invasion der Häkeleulen


Amigurumi nennt man bekanntlich diese knuffigen gehäkelten oder gestrickten Tierchen, wie zum Beispiel das Bärchen, das ich vor ein paar Wochen hier gepostet habe. Manchmal will man aber lieber etwas Flaches wie eine Brosche haben. Oder man hat nicht so viel Geduld und will schmell einen Erfolg sehen. Oder man hat keine Füllwatte mehr im Haus. Also habe ich mich in zweidimensionalen Amigurumis versucht.


An den Eulen habe ich (mit Unterbrechungen) seit Anfang des Jahres gearbeitet. Nach einigen Fehlversuchen bin ich jetzt endlich zufrieden, nur eine Anleitung gibt es (noch) nicht. Ich mag sowohl die Version mit "Schlafaugen", als auch die Eulen mit den riesigen Glotzaugen. Als letztes kam die Baby-Eule dazu und damit ist jetzt die ganze Familie komplett. :D


Das Tolle an so kleinen Projekten ist, dass man (außer ein bisschen Zeit und Geduld) nur ein paar Wollreste dafür braucht.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Fuchskörbchen

Es ist wieder Donnerstag, es ist RUMS und es ist Zeit für einen müden Fuchs:


Anfang des Jahres (im Januar oder Februar) gab es bei Aldi Süd Wolle im Angebot. Dort habe ich dann auch ein paar Knäuel Baumwollgarn gekauft. Unter Anderem sind zwei Knäuel Orange im Einkaufswagen gelandet, dabei wusste ich gar nicht, was ich damit eigentlich machen will. Orange steht mir nicht, also war ein Schal, Mütze etc. keine Option. Am Ende ist es dann ein Fuchsbehälter geworden.

Von der Größe her ist das Körbchen geeignet für kleinere Wollreste, es wäre aber bestimmt auch ein netter Überzug für Blumentöpfe...


Ich habe blind drauflos gehäkelt, also gibt es keine genaue Anleitung dafür. Das Grundprinzip ist aber ganz einfach: Man häkelt mit festen Maschen einen Kreis und wenn der die gewünschte Größe erreicht hat, häkelt man ohne Zunahnmen weiter in die Höhe. In meinem Fall hat der Boden einen Durchmesser von 14 cm und das fertige "Ding" ist 12 cm hoch.

Damit der Behälter schön stabil ist, habe ich darauf geachtet, möglichst fest zu häkeln. Außerdem habe ich eine dünnere Häkelnadel verwendet als auf der Banderole angegeben. Ansonsten würde das Ganze später in sich zusammensacken...


Die Augen bestehen übrigens aus ganz normalem Bastelfilz (mit aufgestickten Wimpern) und die Ohren habe ich später separat gehäkelt und angenäht.



Donnerstag, 30. April 2015

Kirschblüten-Kissen



Passend zum RUMS ist diese Woche mein kleiner Mitbewohner fertig geworden, der von nun an mit mir das Bett teilen wird. Von den Farben her erinnert mich das Kissen an Kirschblüten, daher habe ich diesen Namen gewählt (passt ja auch ganz gut zur Jahreszeit).


Die Idee zu dem Kissen kam mir, als ich meine Restekiste durchforstet habe. Dort sah ich, dass ich zufälligerweise noch Baumwolle in verschiedenen Rosatönen, Pink und Weiß übrig hatte. Leider haben die Reste nicht ausgereicht und ich musste nachkaufen. Verwendet habe ich Mille Fille von Wolle Rödel in Weiß, Rosa und Narzisse und Schachenmayr Catania in Pink.



Zu Beginn habe ich mir erstmal grob aufgezeichnet, wie der Farbverlauf später aussehen soll. In meinem Fall wollte ich einen Übergang von Weiß links unten zu Pink rechts oben haben. Auch später habe ich immer wieder die einzelnen Sechsecke nebeneinander gelegt, um zu schauen, ob das Ganze gut zusammenpasst.



Die Sechsecke an sich gingen sehr schnell von der Hand (bzw. von der Nadel). Zusätzlich benötigte ich noch ein paar halbe Sechsecke, um die Längsseiten zu "begradigen". Auch die kurzen Seiten waren durch die Sechsecke am Rand "zackig". Dort habe ich Maschen in verschiedenen "Höhen" angehäkelt, um das auszugleichen. Das Zusammennähen war dann ziemlich zeitaufwendig, außerdem mussten gefühlte 1000 Fäden vernäht werden. Danach hatte ich nicht mehr viel Lust und habe für die Rückseite einfach nur halbe Stäbchen in Reihen gehäkelt. ;)


Leider ist das Kissen zu "unförmig" für gängige Kissenfüllungen, deshalb habe ich Füllwatte aus einem alten Kissen hineingetan. Eigentlich wollte ich einen Hotelverschluss machen, aber trotzdem kam immer wieder etwas Füllmaterial raus, deswegen habe ich kurzerhand noch drei Druckknöpfe angebracht (war nicht die beste Idee, bite nicht nachmachen! Gehäkeltes ist einfach zu dick für sowas...). Beim nächsten Kissen nähe ich wieder einen Reißverschluss ein!!

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Monstermäßige Hausschuhe

In den letzten Wochen ist es hier auf dem Blog ziemlich still geworden. Kaum zu glauben, dass der letzte Post tatsächlich schon wieder 4 Wochen her ist...

Heute ist Donnerstag, das heißt es ist wieder mal Zeit für "Rund ums Weib". Und tatsächlich habe ich diese Woche etwas für mich gehandarbeitet, in dem Fall gehäkelt: Monster-Hausschuhe aus kuscheliger Merinowolle, passend zu Halloween. Bitte nicht erschrecken!


Das Muster für die Hausschuhe ist gratis. Ihr findet es auf der Homepage von DROPS Design. Im Vergleich zur Originalanleitung habe ich den hohen Schaft weggelassen und lediglich jeweils eine Runde feste Maschen und Kettmaschen aus billigem Acrylgarn um die Öffnung gehäkelt.
Für die Augen habe ich jeweils vier große weiße und vier kleine schwarze Kreise aus Wollresten gehäkelt. Danach die schwarzen auf die weißen Kreise genäht und diese wiederum auf die Schuhe. Ich hätte aber genausogut Filz nehmen können, das wäre vermutlich schneller gegangen. ;)

Jetzt hoffe ich, dass damit die Zeit der ständig kalten Füße endlich vorbei ist...

 

"Was guckst du?"

Freitag, 18. April 2014

Basteln mit Quasten

Beim Surfen habe ich letztens eine nette Bastelanleitung gefunden, die ich unbedingt teilen möchte. Durch den Blog "180° Salon" habe ich endlich gelernt, wie man Quasten herstellt (sogar ein Video gibt es dort). Wie das genau funktioniert, hab ich bisher nie so ganz verstanden.

So sah mein erster Versuch aus. Etwas ausbaufähig, muss ich zugeben. Ich glaube man erkennt, dass ich keine scharfe Stoff-/Garnschere besitze :D



Was man damit machen kann? Zum Beispiel Origami-Kraniche fein säuberlich nach Größe geordnet auf einer Schnur auffädeln und unten eine Quaste befestigen. Einfach aufhängen und baumeln lassen:





Für meine Quasten habe ich übrigens das gleiche Garn wie in der Anleitung benutzt (Bäckergarn aus Baumwolle von Garn & Mehr). Mit Wolle funktioniert es aber auch.